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Saras Erfahrungen und Tipps: ein italienisches Au Pair in Frankreich

von Sara auf May 31, 2023
Saras Erfahrungen und Tipps: Au Pair in Frankreich
Mein Name ist Sara, ich bin 19 Jahre alt und komme aus dem Nordosten Italiens.
Ein Au Pair zu sein war schon immer ein Traum von mir und jetzt kann ich sagen, dass ich ihn mir erfüllt habe.
 
Im September 2022 wurde mir klar, dass es für mich noch nicht der richtige Zeitpunkt für ein Studium war und ich eine Auszeit brauchte. Es war schon immer mein Traum mit Kindern zu arbeiten, und eine Erfahrung als Au Pair würde mich persönlich wachsen lassen. In der Schule hatte ich meinen Schwerpunkt auf Sprachen gesetzt,insbesondere Französisch, und wollte diese Sprache weiter praktizieren. Deshalb war es klar, dass mein Zielland Frankreich wurde. Ich habe mich bei AuPair.com angemeldet, um nach meiner zukünftigen Gastfamilie zu suchen.
 
Ich hatte die Möglichkeit, mit vielen Gastfamilien in Kontakt zu treten. Mit jeder von ihnen organisierte ich ein WhatsApp-Videogespräch, was wichtig war, um die Anforderungen der Familie zu verstehen, sich gegenseitig kennen zu lernen und einen ersten Eindruck von der Familie zu bekommen. Aber wie wählt man die "richtige Familie" aus? Ganz einfach, man sollte auf sein Inneres hören und seinem eigenen Bauchgefühl vertrauen. Ich spürte im Falle meiner Gastfamilie ein besonderes Interesse und eine Neugierde, was mich dazu brachte, sie auszuwählen.
 
Meine Gastfamilie lebt in einem großen Haus auf dem Land im Département Jura in Burgund, Frankreich. Ruhe und Natur beschreiben den Ort ziemlich gut. Die Familie hat einen 4-jährigen Jungen und ein fast 2-jähriges Mädchen, mit denen ich nur Französisch sprach, ihnen aber manchmal (mit Absprache der Eltern) Wörter auf Italienisch oder Englisch beibrachte.

Mein Tagesablauf als Au Pair

Mein Tag als Au Pair startete damit, die Kinder gegen 7 Uhr morgens zu wecken, ihnen das Frühstück zuzubereiten und mit ihnen zu essen, sie anzuziehen und in den Kindergarten zu bringen. Danach hatte ich bis 15:45 Uhr Freizeit, bis ich die Kinder abholte. Am Vormittag räumte ich in Absprache mit den Eltern die Kinderzimmer und das Spielzimmer auf, wusch die Wäsche der Kinder und half, das Haus in Ordnung zu halten. Die restliche Zeit verbrachte ich mit Sport und persönlichen Aktivitäten wie Lesen und Lernen für meine zukünftigen Ziele. 
 
Wenn die Kinder und ich am Nachmittag nach Hause kamen, war der Gastvater in der Regel schon da, aber ich blieb und spielte mit den Kindern, bis die Gastmutter zurückkam (gegen 18.00/6.30 Uhr). Mittwochs sind in Frankreich die Schulen geschlossen: Der Junge ging in die Garderie, eine Art Zentrum, wo er mit anderen Kindern etwas unternahm, während das Mädchen bis mittags im Kindergarten blieb und ich sie dann abholte und mich um sie kümmerte (wir spielten zusammen und sie machte Mittagsschlaf). 
 
Die Wochenenden waren in der Regel frei und ich verbrachte sie entweder mit meiner Gastfamilie oder besuchte verschiedene Städte.

Wie war das Verhältnis zu den Kindern?

Ich war ihr erstes Au Pair und ich muss zugeben, dass es am Anfang nicht an Schwierigkeiten mangelte. Die Kinder waren noch zu jung, um das Konzept des "neuen Familienmitglieds" zu verstehen, also versuchte ich mich ihnen als eine Art ältere Schwester zu nähern. Für das ältere Kind war es schwierig, mich in der Familie zu akzeptieren, aber mit der Zeit und der Hilfe der Eltern wurde es besser. Mit dem jüngsten Kind war es in den ersten Wochen schwierig, aber das Eis war danach schnell gebrochen. Mit jedem Tag, der verging, wurde unsere Bindung stärker. Manchmal fühlte ich mich wie eine große Schwester, manchmal wie eine zweite Mutter. Ich könnte stundenlang über die kleine erzählen.

Tipps für zukünftige Au Pairs

Nimm unbedingt Kontakt zu mehreren Familien auf, vereinbare immer Videotelefonate, um ein gutes Verständnis dafür zu bekommen, was verlangt wird. Erkundige dich nach dem Zimmer, Bad usw., Interessen an bestimmten Aktivitäten (z. B. Sport), ob die Möglichkeit besteht, Sprachunterricht zu nehmen, und nach freien Tagen. Erkundige dich außerdem nach dem monatlichen Gehalt.
 
Sei nicht so streng mit dir, wenn Komplikationen auftreten, und hab keine Angst, wenn es zunächst schwierig erscheint, eine Beziehung zu den Kindern aufzubauen. Du wirst bestimmt mit ihnen wachsen und sie besser kennenlernen. Denke auch daran, dass die Eltern für dich da sind. Wenn du Probleme hast, sprich mit ihnen, und sie werden dich bestimmt unterstützen.

Persönliche Überlegungen

Mein Aufenthalt sollte eigentlich 5 Monate dauern, von Januar bis Anfang Juni, da ich im Sommer andere Pläne hatte und im September eine Prüfung am College ablegen musste. Leider musste ich aufgrund einiger gesundheitlicher Probleme meine Rückkehr um einen Monat vorziehen. Das war sehr emotional, weil ich die Gastfamilie und vor allem die Kinder so sehr liebgewonnen hatte. Ich habe in diesen (wenigen) Monaten so viel gelernt und aus verschiedenen persönlichen Gründen viel an mir gearbeitet, was eines meiner Hauptziele dieser Erfahrung war. Glücklicherweise habe ich dadurch erfahren, dass ich sehr gut alleine zurechtkommen kann. Ich habe gelernt, unabhängiger zu leben, die kleinen Dinge mehr zu schätzen, im Moment zu leben und meine Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Wie beispielsweise das Lächeln, das ich bei zwei kleinen Kindern gefunden habe, die mein Leben auf den Kopf gestellt haben. 
 
Durch diese Erfahrung habe ich erkannt, dass die Arbeit mit Kindern mein Weg ist. Ich bin froh, dass ich im Januar in das Flugzeug gestiegen bin, und ich würde diese Entscheidung hundertmal wieder treffen.
 
Ich danke meiner Gastfamilie, die zu meiner zweiten Familie geworden ist, von ganzem Herzen.

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